Drabenderhöhe
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09.12.2017 - Veranstaltungen/Termine
Brauchtumsveranstaltung „Puer natus“ am Turm der Erinnerung

Der Adele-Zay-Hilfsverein, das „Haus Siebenbürgen Drabenderhöhe – Altenheim und Pflegeheim“, die Kreisgruppe Drabenderhöhe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen und die Heimatortsgemeinschaft Scharosch laden ein zur traditionellen Brauchtumsveranstaltung „Puer natus – Ein Kind ist uns geboren“ am Freitag, dem 15. Dezember 2017, um 17.00 Uhr, im Robert-Gassner-Hof am Turm der Erinnerung. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Kapelle statt.

Das Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe unter der Leitung von Michael Schumachers, die Drabenderhöher Spatzen und der Honterus-Chor unter der Leitung von Regine Melzer werden den weihnachtlichen Brauch musikalisch gestalten. Im Anschluss an die Veranstaltung werden Glühwein, Hanklich und Schmalzbrote angeboten.

05.12.2017 - Veranstaltungsbericht
Weihnachtsmarkt rund um den Turm der Erinnerung

"Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es vieles zu entdecken, auf dem Weihnachtsmarkt duftet es an allen Ecken. Auf dem Weihnachtsmarkt da ist es schön…!" Mit hellen Stimmen und in freudiger Erwartung, denn gleich soll der Nikolaus kommen, eröffnet der Kinderchor "Drabenderhöher Spatzen" unter Leitung von Regine Melzer das bunte Treiben im Robert-Gassner-Hof.


Foto: Christian Melzer

Mit Nikolausmützen auf dem Kopf stehen die Kleinen vor dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum und hoch oben am Turm der Erinnerung brennen an allen vier Ecken rote Kerzen. Und als dann endlich der Nikolaus kommt und die Frage aller Fragen stellt: "Seid ihr auch alle brav gewesen?", nicken einige der Pänz eifrig während andere ganz nervös an ihren Fingern kneten. Aber: der gute Nikolaus verteilt an alle Kinder ein Päckchen mit Süßigkeiten, auch an diejenigen, die nicht mitgesungen haben.

"Alle Jahre wieder.. ." so beginnt eines der bekanntesten Weihnachtslieder, dessen Text Wilhelm Hey 1837 verfasste, und mit diesen Worten begrüßte Ulrike Horwath, Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins, die vielen Besucher zum Auftakt des Weihnachtsmarktes, der seit vier Jahren auf dem Gelände des Altenheims Siebenbürgen-Drabenderhöhe in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe stattfindet. In und um das Altenheim herum sorgten Aussteller für weihnachtliche Atmosphäre. Der Duft von Glühwein, Baumstrietzel, gegrillter Wurst und Mici erfüllte die Luft. Ein Erlebnis ist der Weihnachtsmarkt auch für die Bewohner des Altenheims, die gleich mitten drin sind und das Geschehen sichtlich genießen. "Das ist wunderschön" sagt eine alte Dame und betrachtet mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht die Umgebung.

Leise fallen Schneeflocken vom Himmel als am Sonntag nach dem Kirchgang das Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe einige Weihnachtslieder erklingen lässt. Bedeckt mit einer weißen Puderschicht verwandeln sich Buden und Park in eine zauberhafte Winterlandschaft. Was gibt es Schöneres zum ersten Advent?

Ursula Schenker

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29.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Honterus-Chor: Vorweihnachtliche Musik


29.11.2017 - Aktuelles
Einbruch in Altenheim und Grundschule: Bargeld und Laptops erbeutet

In das Büro eines Alten- und Pflegeheims am Siebenbürger Platz und in die Grundschule an der Straße "In der Landwehr" haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag (27./28. November) eingebrochen.

Am ersten Tatort hebelten die Einbrecher ein Fenster auf und entwendeten ein Laptop. In die Schule stiegen die Täter vermutlich durch ein auf Kipp stehendes Fenster ein. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten fielen ihnen zwei Laptops und Bargeld in die Hände.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen bitte an die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Rufnummer 02261 81990.

28.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Ev. Kindergarten Drabenderhöhe: Fit wie ein Turnschuh

Gemeinsam mit dem Sportverein BV 09 Drabenderhöhe hat der Evangelische Kindergarten Drabenderhöhe/Familienzentrum im Oktober 2017 die Aktion „Fit wie ein Turnschuh“ geplant und durchgeführt.



Kinderwelten als Bewegungswelten zu fördern und zu sichern ist eine wesentliche Aufgabe des Sportvereins und der Kindertageseinrichtung. Mit großer Begeisterung und allen Sinnen erkundeten die Kinder die aufgebauten Bewegungsmöglichkeiten in der Sporthalle der Gemeinschaftsgrundschule Drabenderhöhe.



An zwei Tagen übten die Vorschulkinder ihr Können und erprobten und verbesserten dabei ihre Fähigkeiten. Beim dritten Treffen gab es dann die „Prüfung“. Belohnt wurden die Kinder mit großem Lob, einer Urkunde und einem Button.




27.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Ev. Kindergarten Drabenderhöhe: Besuch in der Kläranlage Weiershagen

Was passiert eigentlich in einem Klärwerk? Durch die interessanten Erzählungen eines Kindergartenkindes über die Besichtigung eines Klärwerkes wurden Kinder und Kolleginnen des Ev. Kindergartens Drabenderhöhe neugierig und entschlossen sich das Angebot der Mitarbeiter der Kläranlage Weiershagen anzunehmen und diese mit den Vorschulkindern zu besichtigen.



So machten sich am 21. November 2017 rund 25 Kinder und acht Erwachsene auf den Weg nach Weiershagen. Mit acht Autos setzte sich der Konvoi in Bewegung. Was passiert eigentlich mit dem Schmutzwasser? Wie wird es wieder sauber gemacht? Und was genau geschieht in einem Klärwerk? Viele Fragen, die jetzt eine Antwort finden konnten.



Nach der Begrüßung durch Joachim Zangerl folgten die Kinder ihm und seiner Kollegin durch die einzelnen Stationen. Die Kinder und die Erwachsenen erfuhren hier wo das Schmutzwasser ankommt und welche Phasen der Reinigung es durchlaufen muss. Bei der mechanischen Reinigung werden zuerst die groben Schmutzteile durch Maschinen aus dem Wasser gezogen. Bei der biologischen Reinigung folgt dann der restliche Schmutz, der von Bakterien aufgefressen wird.



Diese Vorgänge spielen sich in verschiedenen Becken ab, sodass die Kinder von Station zu Station beobachten konnten, wie das Wasser immer sauberer wurde. Dabei ließen sie es sich nicht nehmen reichlich Fragen zu stellen. Besonders interessant für alle war zu erfahren, dass das was am Morgen in der Toilette landet nach ca. zwei Stunden schon in Weiershagen angekommen ist.



Nach rund einer Stunde kamen alle wieder im Kindergarten an. Fröhlich, begeistert und sprudelnd mit neuen Erkenntnissen und viel neuem Wissen. Es war für Kinder und Erwachsene eine runde Sache und regt zum Nachahmen an. Übrigens war der Evangelische Kindergarten Drabenderhöhe/Familienzentrum der erste Kindergarten, der zu einer Besichtigung im Klärwerk Weiershagen war.

26.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Akkordeon-Orchester präsentierte sich sehr vielseitig

Das Akkordeon-Orchester Drabenderhöhe/Bergisch Land sowie das Nachwuchsorchester präsentierten sich am Sonntag, 12. November 2017 im ausverkauften Saal des Kulturhauses Drabenderhöhe wieder einmal von ihrer besten Seite. Zur Eröffnung spielten die Musiker des Nachwuchsorchesters unter dem Dirigat von Silvia Steinmetzler "Eine Insel mit zwei Bergen", die Titelmelodie von dem berühmten Puppenspiel Jim Knopf, und die bekannte Melodie "Go West" von Jacques Morali, bevor sie ihren Auftritt mit dem Titel "Voll Cool" beendeten.

Mit ebenfalls abwechslungsreichem Programm setzten die Musiker des Hauptorchesters das Konzert fort, indem sie zusammen mit der Dirigentin Rosi Schneider das Publikum mit "Silva Nigra" in den Schwarzwald entführten und anschließend die Zuhörer mit modernen Rhythmen von "Flashdance" und "Axel F" beeindruckten. Zum Abschluss der ersten Hälfte gaben alle Spieler beider Orchester zusammen ein Medley von bekannten Nena-Hits zu Gehör.

Die zweiten Hälfte begann unter dem Dirigat von Axel Hackbarth mit "Midgard", dem 2. Satz aus der Suite "Nordland" etwas ruhiger, wurde aber mit einem Tango und der Titelmelodie aus "Mission Impissible" schnell flotter. Für gute Stimmung sorgte ebenfalls das Medley "3x Trini Lopez" bevor die Musiker sich mit dem "Concerto d'Amor" von Jacob de Haan verabschieden wollten. Nach langem Applaus ließen die Akkordeonisten ihrem Publikum "Berliner Luft" um die Ohren wehen. Da die Zuhörer immer noch mehr hören wollten klang der Abend mit "Sway" als zweiter Zugabe für begeisterte Besucher und zufriedene Orchestermitglieder stimmungsvoll aus.

24.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Am Katharinenball in Drabenderhöhe wurde "Bäm Orzt" sächsisch gesprochen

"Grüß euch Gott, alle miteinander" sang der Chor unter der Leitung von Regine Melzer im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen zur Eröffnung seines traditionellen Kathrinenballes.


Foto: Christian Melzer

Die Vorsitzende des Chores, Anneliese Hüll, konnte sowohl bei der ersten Vorstellung des Theaters als auch am Samstag, am Katharinen-Tag, zahlreiche Besucher begrüßen, darunter den Ehrenvorsitzenden der Landesgruppe NRW und die Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe, Harald und Enni Janesch, die beide seit 46 Jahren im Honterus-Chor aktiv mitwirken, sowie den Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe, Herwig Bosch.

Die Vorsitzende würdigte die zahlreichen Auftritte des Chores im Laufe des Jahres. Höhepunkte waren der mehrfache Einsatz am Heimattag zu Pfingsten in Dinkelsbühl und die musikalische Gestaltung des Festaktes im Landtag in Düsseldorf zum 60-jährigen Jubiläum der Übernahme der Patenschaft für die Siebenbürger Sachsen durch das Land NRW. Ganz besonders hob sie die Katharinen hervor, die am 25. November Namenstag feierten. Ihnen galt auch das nächste gesungene Lied in sächsischer Mundart " Äm Guerten soaß en inich Puer, daot äs der Misch mät sener Trenj." Mit Applaus nach "Heute ist unser Herz voll Musik" und "Die Farbe des Herbstes" verabschiedete sich der Chor von der Bühne. Die Leiterin der choreigenen Theatergruppe, Gerda Gusbeth, übernahm die Moderation und stellte zuerst den Autor und das Theaterstück vor: "Das Theaterstück in sächsischer Mundart ist das Stück eines Autors, den wir alle kennen und der auch heute, genauso wie die vielen Jahre davor, unter uns weilt. Es ist Hans Otto Tittes, der 1937 in Heldsdorf im Burzenland geboren wurde. 1973 siedelt er in die Bundesrepublik aus und bezieht 1974 mit seiner Familie das Haus in der Bistritzer Gasse. Den Beruf des Fernsehtechnikers kann Hans Otto nicht mehr ausüben, so schult er zum Krankenpfleger (heute Gesundheitspfleger) um und arbeitet bis zu seiner Pensionierung im Gummersbacher Krankenhaus.

Dem täglichen Umgang mit Ärzten verdankt er profundes medizinisches Wissen, der Umgang mit Menschen schärfen seinen Blick für missliche Zustände unserer Zeit und menschliche Unzulänglichkeiten. Diese Erfahrungen verfasst er in Reimen und veröffentlicht sie 2002 im Selbstverlag, seinen ersten Gedichtband " Alltägliches in Reimen" in deutscher Sprache. Nun versucht er es auch in sächsischer Mundart, im Heldsdörfer und sogar im Schäßburger Dialekt und es gelingt. 2005 veröffentlicht er den Band "Wot än der Ih passiern kon" (Was in der Ehe passieren kann) und weil er auch hier den Nagel auf den Kopf trifft, übersetzt er diesen Band 2007 in die deutsche Sprache. Im gleichen Jahr folgt das Büchlein "Allerloa - Quer durch det Liewen" (Allerlei -quer durch das Leben) gleich in beiden Sprachen. 2009 erscheint der vorerst letzte Gedichtband "Zem Lochen uch Nodinken" (Zum Lachen und Nachdenken) auf sächsisch und Deutsch. Er schreibt mit spitzer Feder, humorvoll, lustig, zuweilen auch makaber. Er hält uns aber auch den Spiegel vor, regt uns zum Nachdenken an.2007 schreibt Hans Otto das Theaterstück "Bäm Orzt" und verarbeitet darin auf witzige Weise medizinisches, menschliches und weltliches. Hans Ottos 80-ter Geburtstag im September dieses Jahres, war uns Anlass genug, sein Stück nochmals aufzuführen."

Darauf brachte Hans Otto Tittes die Gäste mit drei eigenen Gedichten zum Lachen. Nun folgte das Theaterstück "Bäm Orzt", ein sächsisches Theater, das nicht mehr in Siebenbürgen spielt, sondern hier in Deutschland. Das mit einer Drehbühne ausgestattete moderne Bühnenbild von Helmut Scharpel gab der Aufführung durch die schnellen Wechsel viel Schwung.

Viel Freude hatten die Zuschauer an den Patienten des sächsischen Arztes Dr. Lutsch, (Helmut Scharpel). Er versteht ihre Wehwehchen, kennt ihre Eigenarten und weiß wenn sie von "Furzknochen" sprechen, auf den sie gefallen sind, "Steißbein" heißt.

Sie kommen gerne ins Warte(z)immer um zu tratschen, Neues zu erfahren und Lebensweisheiten auszutauschen. Vom Arzt erhalten sie die richtige Medizin und gute Ratschläge für die Familien. Als Patienten spielten: Frau Mattes (Katharina Adam), Frau Kartmann (Hedda Schoger), Frau Heltmann (Elke Scharpel), Frau Gogesch (Ilse Bartesch), Frau Zoppelt (Roswitha Wölfel), Herr Tellmann (Reini Wellmann), Herr Schulleri (Werner Scharpel)und Arzthelferin (Rose Gubesch) mit landlerischen Dialekt.

In seinem Schlusswort appellierte der "Arzt" an das Publikum die sächsische Mundart zu pflegen und an die Kinder und Enkel weiterzugeben, denn der sächsische Dialekt habe sich schon verändert und werde zunehmend verdrängt. Die amüsierten Zuschauer dankten den Schauspielern und der Souffleuse, Gerda Gusbeth, die aus dem "Untergrund" hervorgeholt wurde, mit kräftigem Applaus.

Beim anschließenden Ball mit der Band Rocky5 war die Tanzfläche fast zu klein. Viel Jugend und junggebliebene Tänzer tummelten sich bis zu den frühen Morgenstunden im Kulturhaus.

Zum guten Gelingen des Katharinenballes, den der Honterus-Chor nun seit 45 Jahren in Drabenderhöhe veranstaltet, gehören auch die siebenbürgischen Spezialitäten, die das Küchenteam des Chores aus der Küche serviert, die flotte Bedienung an der Theke mit Getränken, die Mannschaft an der Eintrittskasse im kalten Eingang und der Einsatz der Chormitglieder und ihrer Helfer auf ihrem jeweiligen Arbeitsplatz.

Zufriedene Gesichter beim Honterus-Chor, denn die Chorgemeinschaft hatte es wieder geschafft siebenbürgisch-sächsisches Brauchtum einem breiten, dankbaren Publikum zu präsentieren.

Enni Janesch

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22.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Viele Siebenbürger Sachsen aus Drabenderhöhe bei der Patenschaftsfeier in Düsseldorf

Vor 60 Jahren übernahm das Land Nordrhein-Westfalen die Patenschaft für die Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Zu diesem runden Jubiläum hatte Landratspräsident Andre Kuper gemeinsam mit der Spitze des Verbandes der Landmannschaft zu einer Feierstunde nach Düsseldorf eingeladen.



Kuper begrüßte gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden Herta Daniel und dem Präsidenten des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Dr. Bernd Fabritius, die rund 250 Gäste im Plenarsaal. Unter ihnen Ina Scharrenbach - Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung - die Grußworte der Landesregierung sprach. Der Honterus-Chor Drabenderhöhe und der Stephan-Ludwig-Roth-Chor Setterich eröffneten unter Leitung von Regine Melzer das musikalische Rahmenprogramm mit „Grüß euch Gott“, einem fröhlichem Gesang aus Carl Zellers „Vogelhändler“. Mitglieder des Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe sowie aus Setterich empfingen die Besucher im Bürgersaal mit musikalischen Klängen und spielte abends noch einige Stunden zur Unterhaltung. Die Höher kamen mit ihrer Kreisvorsitzenden Enni Janesch und Ehemann Harry Janesch, ehrenamtlicher Landesvorsitzender, zur Feierstunde.

„Sie haben die alte Heimat im Herzen behalten und eine neue Heimat angenommen“ und das sei eine hervorragende Bilanz nach 60 Jahren, sagte Inna Scharrenbach, die Grußworte der Landesregierung und von Ministerpräsident Armin Laschet überbrachte, der kurzfristig zu Sondierungsgesprächen nach Berlin musste. Heimat lebt davon, dass „wir alle sie gestalten in Gemeinschaft, Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung“, so die Ministerin und betonte, dass die Siebenbürger sich über einen „wahrhaft historischen Zeitraum“ von über 800 Jahren ihre Traditionen, Sprache und Kultur bewahrt und gepflegt haben.



„Wir feiern das enge Band zwischen Nordrhein-Westfalen und den Siebenbürger Sachsen. Ein Band, das mit der Übernahme der Patenschaft vor 60 Jahren weiter gefestigt wurde“, so Kuper in seiner Festrede. Der Beschluss der damaligen Landesregierung „gilt auch heute noch ohne Wenn und Aber“. „Wir sind gerne Ihre Paten und Partner und dankbar, dass viele Siebenbürger Sachsen hier in Nordrhein-Westfalen ihre neue Heimat gefunden haben. Sie haben dieses Land mit aufgebaut und bereichern unser Leben mit ihrem Engagement und ihrer Kultur bis heute.

Kuper erinnerte an die Verbrechen des Nazi-Regimes und die Folgen des Krieges. „Auch die Siebenbürger mussten Repressalien erleiden. Für viele war Flucht der einzige Ausweg.“ Vertreibung und Entrechtung von Menschen „war und ist zu jeder Zeit und an jedem Ort Unrecht und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Es sei damals und auch heute christliche Pflicht, betroffenen Menschen zu helfen.

Die Siebenbürger Sachsen, so Kuper, brachten damals materiell nicht viel mit. „Aber verloren hätte unser Land, wenn sie nicht zu uns gekommen wären.“ Er erinnerte an die Kohleaktion 1953 und die ersten Siedlungsorte in Herten, Oberhausen und Setterich sowie an den Bau der Siedlung in Drabenderhöhe, die er als „ein Wagnis“ bezeichnete, weil in eine kleine Gemeinde mit rund 600 Menschen nach und nach weit über 2000 Menschen siebenbürgischer Herkunft zogen. Das führe oft zu Abschottung und Isolation, doch hier geschah das Gegenteil: Es wurde ein Ort des Ankommens und des Miteinanders.



Kuper zitierte Johannes Rau, der zum 40-jährigen Patenschafts-Jubiläum sagte, welche Freude es ihm bereite, Menschen zu erleben, die ihre Heimat lieben und die ohne Hass leben und damit die Erinnerung an ihre Heimat weitertragen können.“ Das gelte mit Blick auf die Siebenbürger Sachsen auch heute.

Freude erfüllte Bernd Fabritius bei dem Gedanken, dass das Land NRW mit dieser runden Geburtstagsfeier auch den Beitrag der Siebenbürger Sachsen „zu wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung dieses Landes würdigt“. Diese Patenschaft sei eine Partnerschaft, eine Beziehung in der man sich gegenseitig fordere und fördere . In den 60 Jahren habe es auch „Höhen und Täler“ gegeben. Und wie in jeder Beziehung müsse man miteinander sprechen: „Wir haben das so gehalten und – meist – Erfolg gehabt.“ Die Patenschaftsfeier und die Gespräche der vergangenen Monate hätten Fabritius gezeigt, dass diese Beziehung lebendig sei und Wertschätzung genieße.

Fabritius überbrachte noch Grußworte von Klaus Werner Johannis, Präsident von Rumänien, der wegen unaufschiebbarer Verpflichtungen nicht an der Feier in Düsseldorf teilnehmen konnte. Johannis drückte unter anderem seine Freude darüber aus, dass er als Präsident Rumäniens und als Mitglied der deutschen Minderheit bei jeder Gelegenheit unterstreichen könne, dass Rumänien im Laufe der Jahre ein Vorbild im Bereich Minderheitenpolitik geworden sei und dafür auf internationaler Ebene anerkannt werde. Das harmonische Zusammenleben von Deutschen und Rumänen gelte heute als europäisches und internationales Beispiel.



Durch Übernahme der Patenschaft sei der Landsmannschaft besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung zuteil geworden, so die Bundesvorsitzende Herta Daniel. Probleme und Anliegen der Siebenbürger Sachsen fanden Unterstützung und rückten so auch in den Fokus der Landesbevölkerung. Der damalige Arbeits- und Sozialminister Heinrich Hemsath versprach 1957 „soweit es nur irgend möglich und zu vertreten ist“ in allen Anliegen zu helfen. 60 Jahre danach stelle man mit Dankbarkeit fest, dass dieses Versprechen eingehalten worden sei.

Diese Patenschaft habe man nie auf ein rein finanzielles Verhältnis reduziert, sagte Daniel und weiter: „Wir Siebenbürger haben mit dieser Patenschaft das große Los gezogen: Wir gewannen damit einen politischen, aber auch geistig ideellen Rückhalt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit fußte auf Toleranz und gegenseitigen Respekt, so dass sich die Patenschaft allmählich zur Partnerschaft entwickelte. Danke dafür!“

Ursula Schenker

21.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Weihnachtsmarkt


20.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Weihnachtsball im Kulturhaus Drabenderhöhe


19.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Offener Sonntag im Jugendheim Drabenderhöhe

Am Sonntag, 19. November hatte das Jugendheim Drabenderhöhe von 15:00 bis 18:00 Uhr für Menschen jeden Alters geöffnet.

Schon vor 15:00 Uhr erschienen die ersten Gäste im Jugendheim Drabenderhöhe und sofort war klar, dass der "Offene Sonntag" Menschen jeder Altersgruppe anspricht.


Foto: Christian Melzer

Die jüngste Besucherin war 11 Monate alt und der älteste Besucher feiert bald seinen 85. Geburtstag. Viele Mütter und Väter, die zum großen Teil als Kinder und Jugendliche selber das städtische Jugendheim besucht hatten, nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit ihrem Nachwuchs die vielfältigen Angebote der Einrichtung zu testen. So wurde von Groß und Klein gekickert, Billard und Airhockey gespielt.

Das Team der jugendlichen Helferinnen und Helfer bot noch einen tollen Basteltisch und Sandbilder mit weihnachtlichen Motiven an. Andere Jugendliche verarbeiteten acht Liter Teig zu köstlichen Waffeln. Der Höhepunkt des "Offenen Sonntags" war der Besuch des Falkners Marco Wahl. Er brachte seinen großen Uhu "Hugo", die Schleiereule "Lotta" und die kleine Weißgesichtseule "Georgi" mit. Die gefiederten Freunde waren die absoluten Stars des Tages. Sie durften nicht nur gestreichelt, sondern auch auf dem mit einem Falkner Handschuh geschützten Arm gehalten werden. So mancher Fotoapparat lief heiß.

Bei interessanten Gesprächen und Unterhaltung in angenehmer Atmosphäre wurde auch wieder einmal die Schließungszeit vergessen. Jugendheimleiterin Martina Kalkum und Guiseppe Lisi vom Bundesfreiwilligendienst dankten den jugendlichen Stammbesuchern für die tolle Unterstützung bei diesem lebendigen und kommunikativen Sonntag.

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17.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Drei Meisterchöre begeisterten beim Herbstkonzert des MGV

„Wunderbar – Toll – Das war ein Erlebnis.“ Worte des Lobes für drei Chöre, die schon durch mehrere Erfolge bei Meisterchorsingen auf sich aufmerksam machten und beim Herbstkonzert des Männergesangvereins anspruchsvolle Musik boten: Neben dem MGV unter Leitung von Hubertus Schönauer standen abwechselnd der Frauenchor Drabenderhöhe unter Leitung von Regine Melzer sowie die Klangwelten Ennest mit Dominik Schönauer auf der Bühne.

Manfred Kallweit stellte sich bei Begrüßung der Gäste als „neuer Vorsitzender“ vor. Er freute sich über die vielen Besucher, die bis ins Foyer des evangelischen Gemeindehauses saßen. Sein Dank ging an den Frauenchor Drabenderhöhe und Regine Melzer, die spontan für den Wiehler „Chor Nostalgie“ eingesprungen sind, weil dieser kurzfristig krankheitsbedingt absagte.

Gefühlvoll und musikalisch präzise zeigte sich schon im ersten Lied „Lobe den Herrn“ von Johannes Schweitzer die Handschrift von Hubertus Schönauer, der den MGV seit 1991 dirigiert. Das „Signore delle cime“ hatte Bepi De Marzi „einem Freund gewidmet, der in den Bergen verunglückt war“, sagte Axel Hackbarth, kündigte gleichzeitig an, dass dieses Lied „in der Originalsprache italienisch gesungen wird“. Eine starke Leistung der Sänger, von denen einige erleichtert aufatmeten als der letzte Ton verklungen war. „Menschen, bewahrt euch den Frieden“ (Hildegard Eckhardt) hörte sich in der heutigen unruhigen Zeit wie ein Appell an die Menschen an. Eindringlich intonierte der Chor: „Friede kann überall wohnen, wenn nur unser Herz ist dabei.“

In schwarz gekleidet, als Farbtupfer rote Tüchern um den Hals, betraten die Sängerinnen der „Klangwelten Ennest“ (nahe Attendorn) die Bühne. Der seit 1976 bestehende Chor zählt 38 Mitglieder und hat fünf Meisterchortitel geholt. Dominik Schönauer dirigiert die Damen Ausdrucksstark und mit großer Ruhe, anders als Vater Hubertus, dessen Hand mit großem Körpereinsatz einhergeht. Wunderschöne Stimmen erklangen bei Liedern wie „Engel“ von Karl-Heinz Jäger, das „Jubilate Deo“ von Piotr Janczak. Für das bekannte „La Cucaracha“, ebenfalls von Jäger, gab es viel Beifall und Rufe nach Zugabe. In der Übersetzung hört es sich weniger toll an: „Die Küchenschabe, die Küchenschabe, kann nicht mehr aufrecht gehen…“!

Schwungvoll zeigte sich der Höher Frauenchor mit Regine Melzer, der im ersten Teil seines Vortrags intonierte „Wir alle sind Engel füreinander“ und von Menschen träumte, die die Welt verändern, Wunder wahr werden lassen. Lustig, frech, mit tollem Rhythmus erklang der Herbert Grönemeyer Song „Mambo“, wobei der Refrain fetzte: „Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden, es trommeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren“. Dafür gab es ebenso viel Beifall wie für Peter Maffays Lied „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus dem Album Tabaluga.

Für ein krönendes und mächtiges Finale sorgte der MGV mit Liedern wie „Wolga“ von W. Siegler-Legel und Freddy Quinns „Seemann“ mit Axel Hackbarth auf dem Akkordeon.

Ursula Schenker

16.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Jugendfreizeit 2018 der Ev. Jugend Drabenderhöhe

Für sieben Tage geht es für alle interessierten Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren im nächsten Sommer vom 15. bis 22. August nach List auf Sylt.



Neben Sportangeboten auf dem Geländen, Vollpension, Spiel, Spaß und Kreativem sowie diversen Ausflügen erwartet die Mitreisenden ein gut ausgestattetes Camp. Ein moderner Sanitärbereich sowie professionelle Zelte stehen zur Verfügung. Das Highlight des Camps ist jedoch der eigene Zugang zum Nordeseestrand und die Nutzung der Fahrräder.



Zudem wird ein 2- bis 3-tägiger Surfkurs oder bei Interesse eine alternative Wassersportart für gelungene Abwechslung sorgen. Gemeinschaft, Bewegung und Natur pur wartet auf junge Menschen, die Ferien der besonderen Art mit Gleichaltrigen verbringen möchten. Begleitet wird diese Freizeitwoche von einem netten und erfahrenen Team aus Mitarbeitern der Ev. Jugend.



Der Kostenbeitrag beträgt 325,00€ für Jugendliche aus der Ev. Kirchengemeinde Drabenderhöhe. Teilnehmer aus anderen Gemeinden zahlen 25,00€ mehr. Für mitreisende Geschwisterkinder gibt es natürlich Rabatte. Der Teilnehmerpreis wird sich vermutlich noch reduzieren. Keiner soll aufgrund des Reisepreises zuhause bleiben müssen. Es gibt die Möglichkeit von finanzieller Unterstützung durch die Kirchengemeinde und die Stadt Wiehl.



Um Anmeldung wird bis Ende März 2018 gebeten. Weitere Infos und die Anmeldungen gibt es bei der Vertretung der Jugendreferentin Anna-Lena Grün oder im Pfarrbüro der Ev. Kirchengemeinde Drabenderhöhe unter 02262-2288.




15.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Katharinenball in Drabenderhöhe

Der Honterus-Chor veranstaltet am Samstag, dem 25. November 2017 seinen traditionellen „Katharinenball“ im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen.



Zu dem Programm gehören fröhlichen Lieder und ein Theaterstück in siebenbürgisch-sächsischer Mundart: „Bäm Orzt“ („Beim Arzt“) von Hans Otto Tittes. Die Veranstaltung beginnt 19.00 Uhr. Einlass 18.00 Uhr. Zum Programm und zum anschließenden Tanz mit der Rocky5-Band lädt der Honterus-Chor ganz herzlich ein. Mit traditionellen siebenbürgischen Speisen werden die Besucher vom choreigenen Küchenteam verwöhnt. Die Theaterpremiere findet einen Tag vor dem Katharinenball, am Freitag, 24. November 2017, um 19.00 Uhr statt. Einlass 18.00 Uhr.


14.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Creativ-Café: Verkaufs-Basar


13.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Offener Sonntag im Jugendheim Drabenderhöhe

Am Sonntag, den 19. November hat das Jugendheim Drabenderhöhe von 15:00 bis 18:00 Uhr für Menschen jeden Alters geöffnet. Neben Spiel- und Bastelmöglichkeiten gibt es frischgebackene Waffeln. Als besonderes Angebot können Sandbilder mit weihnachtlichen Motiven hergestellt werden. Zudem gibt es einen Besuch vom Falkner Marco Wahl mit seiner südamerikanischen Weißgesichtseule „Georgi“. Weitere Informationen gibt es im städtischen Jugendheim Drabenderhöhe persönlich oder unter der Rufnummer 02262-1249.

12.11.2017 - Aktuelles
Hans Otto Tittes: Im Zoo

Hans Otto Tittes Hans Otto Tittes bringt nachfolgend eine theoretische Möglichkeit/Begebenheit aus einem Zoo zu Papier und hat dann auch eine ebenso ulkige Schlussfolgerung parat:

Im Zoo
von Hans Otto Tittes

Ein Kätzchen, fein, verfolgt 'ne Maus,
die rennt ins Elefantenhaus
und hofft auf Hilfe vom Koloss.
Von ihm fällt aus dem Hochgeschoss
ein Haufen auf die kleine Maus
und so ist die Verfolgung aus.

Das Kätzchen um den Haufen schleicht,
entdeckt das Mäuschen ziemlich leicht
und zwar an seinem Zappel-Schwanz,
zieht's dran heraus und frisst es ganz.

Moral von der Geschicht' ist diese:
Selbst wenn dich mal bescheißt ein Riese,
meint er's nicht immer mit dir schlecht,
doch wer dich rausholt, oft nicht recht;
und wer schon in der Scheiße ganz,
der wackle nicht auch mit dem Schwanz!

09.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Sankt Martinsfeier

Mit dem heiligen Martin voran gingen am 9. November die Kinder der Grundschule Drabenderhöhe, des Kindergartens Adele Zay und des Evangelischen Kindergartens mit ihren Laternen den Weg vom Schulhof durch den Ort und zurück zur Schule.


Foto: Christian Melzer

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08.11.2017 - Veranstaltungsbericht
Reformationsfeier in Drabenderhöhe

Reformationstag: Die Glocken vom Turm der Erinnerung läuten. Ein Musikerensemble des Blasorchesters spielt "Großer Gott wir loben dich", eines der schönsten Kirchenlieder. Die Sängerinnen und Sänger des Honterus-Chors unter Leitung von Regine Melzer und viele Gästen tragen mit Jubel den Gesang weit in das Dorf hinein.


Pflanzen eines Apfelbäumchens im Park am Turm der Erinnerung. Von Links: Heimleiter Pfarrer a. D. Friedrich Barth, Enni Janesch und Ulrike Horwath. Foto: Christian Melzer

Es war ein schöner Auftakt im Park des Altenheims zur Gedenkfeier "500 Jahre Martin Luther". Eingeladen dazu hatten der Adele Zay Verein, das Alten- und Pflegeheim Haus Siebenbürgen-Drabenderhöhe sowie die Kreisgruppe der Siebenbürger Sachsen.

"Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Im Lutherjahr ein viel zitierter Spruch, der dem Reformator zugeschrieben wird. Ob er diese Worte jemals gesagt habe, wisse man nicht so genau, sagte Fritz Barth, Leiter des Altenheims, der mit Hilfe von Enni Janesch (Kreisvorsitzende) und Ulrike Horward (Vorsitzende Adele Zay Verein) im Park ein Apfelbäumchen pflanzte "als lebendiges und sichtbares Zeichen der Hoffnung, das blühen, wachsen und gedeihen soll". Bald flatterten an dem Bäumchen kleine Papierherzen auf denen Wünsche und Hoffnungen der Besucher standen.

In der Kapelle drückte Enni Janesch anschließend ihre Freude darüber aus, mit so vielen Gästen gemeinsam das Fest der Reformation feiern zu können. Dazu gehörten unter anderem Landrat a.D. Hagen Jobi, Harald Janesch, Ehrenvorsitzender Landesverband NRW, Kurt Franchy, Pfarrer i.R. und langjähriger Vorsitzender des Adele Zay Vereins sowie Gerhard Thomke, Pfarrer i.R., der die Festrede hielt.

Martin Luther sei der Mann, der vor 500 Jahren Missstände aufgezeigt, die Kirche gespalten und erneuert (reformiert) habe und somit nicht nur die Kirche, sondern die Welt verändert habe, sagte Enni Janesch. Sie erinnerte daran, dass "genau heute auf den Tag, am 31. Oktober 1517, am Abend vor Allerheiligen, Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben soll". Das habe auch die Kirche in Siebenbürgen und seine Bewohner verändert. Der aus Kronstadt stammende Johannes Honterus, der zur Zeit Luthers lebte, als Gelehrter und Humanist weit über die Grenzen seines Heimatlandes bekannt gewesen sei, sei bei seinen Studien an europäischen Universitäten mit den neuen Strömungen in Berührung gekommen.

Nach der Rückkehr in seine Heimat begann er mit der Verbreitung des reformatorischen Gedankenguts, gab 1543 "sein Reformationsbüchlein" heraus, ein Fanal für die anderen sächsischen Städte und Landkapitel, so Janesch. 1544 wurde Honterus zum ersten evangelischen Stadtpfarrer gewählt, 1550 wurde die Reformation durch die Nationsuniversität in ganz Siebenbürgen gültiges Gesetz. Die lutherische, evangelische Kirche A.B. (Augsburgischen Bekenntnisses) wurde für die Siebenbürger zur Volkskirche. "Luther selbst war in Siebenbürgen eine hochgeschätzte Persönlichkeit" und sein Lied "Eine feste Burg ist unser Gott" wurde als Bekenntnis stehend in den Kirchenburgen gesungen.

Enni Janesch deutete in der Kapelle des Altenheims auf ein Fenster mit der Lutherrose (das Familienwappen). Er habe ein neues Menschenbild geschaffen, in dem es so wunderbare Worte wie Nächstenliebe, Friedfertigkeit und Barmherzigkeit gebe.

Der Schriftsteller Herbert Rosendorfer habe treffende Worte für die Einzigartigkeit des Reformationsgeschehen geprägt, sagte Gerhard Thomke unter anderem in seiner Festrede: "Oft fließe Geschichte Jahrzehnte, Jahrhunderte lang träge dahin, es scheint nichts zu passieren. Dann aber wieder überschlagen sich die Ereignisse. Ein einzelnes Ereignis, ein Wimpernschlag der Geschichte, wird zur Wendemarke der Zeit." Dieser Wimpernschlag, so Thomke, ereignete sich als der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther seine 95 Thesen gegen die herrschende, kirchliche Ablaßpraxis veröffentlichte.

Ausführlich ging Pfarrer Thomke in seiner Rede auf das Leben und Wirken von Martin Luther unter dem Thema "500 Jahre Reformation - Heute mit Martin Luther leben, glauben, hoffen". Feierlich umrahmt wurde die Gedenkstunde mit musikalischen Beiträgen von Honterus-Chor, Bläserensemble und Heidrun Niedtfeld an der Orgel.

Ursula Schenker

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07.11.2017 - Veranstaltungen/Termine
Laternenumzug zu Sankt Martin

Der traditionelle Laternenumzug zu Sankt Martin findet am Donnerstag, 9. November 2017, 18.00 Uhr, statt. Er startet auf dem Schulhof der GGS Drabenderhöhe.

Die Weckmänner für die Schul- und Kindergartenkinder werden gespendet. Auf dem Schulhof werden Glühwein, Kinderpunsch und Hot Dogs angeboten. Fackeln sind verboten!

07.11.2017 - Jugend
Tolle Ferien mit dem Jugendheim Drabenderhöhe

Die besten Rezepte gegen Langeweile gab es in den Herbstferien im städtischen Jugendheim Drabenderhöhe.



Nach einer aufregenden Ganztagsfahrt der Jugendeinrichtungen in das Odysseum nach Köln, ging es mit einem zweitägigen Tanzworkshop für Mädchen und Jungen weiter. Melanie Henning, vom Tanzcentrum Kasel, versprühte nicht nur gute Laune, sondern vermittelte auch die angesagtesten Tänze. In den Pausen wurden aus Müllsäcken noch passende Pompons hergestellt, um der Tanzaufführung noch das letzte I-Pünktchen aufzusetzen.



Für 12 junge Mädchen ging es für zwei Tage in die Jugendherberge nach Morsbach, um sich mit dem Thema „Mut“ auseinander zu setzten. Passend zum Herbstbeginn konnten im Jugendheim flugtaugliche Drachen gebastelt werden.



Natürlich fehlte auch das beliebte Filmfrühstück für Kinder nicht. Zum Abschluss der Herbstferienveranstaltungen besuchte eine Kindergruppe die Tropfsteinhöhle in Wiehl, um anschließend zu einer aufregenden Führung durch den nächtlichen Wildpark aufzubrechen.

Martina Kalkum, Leiterin des Jugendheimes: „Schönes gibt es bei uns natürlich auch in Schulzeiten zu erleben. Wir haben Angebote und Öffnungszeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Team vom städtischen Jugendheim Drabenderhöhe freut sich auf euren Besuch! Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer: 02262-1249.“

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