Positiver Rückblick auf die Jubiläumsfeier

Viel positive Resonanz gab es auf die Feierlichkeiten, die anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Siebenbürger-Sachsen-Siedlung“ im Juni an drei Tagen durchgeführt wurden. „Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben nicht nur drei Tage gedauert, sondern Monate“, sagte Enni Janesch, die Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe der Siebenbürger Sachsen zu Beginn der Mitgliederversammlung am 25. September im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen.

Frau Janesch zeigte den zahlreichen Gästen noch einmal die modern gehaltene Festschrift, die von einem Münchner Designer gestaltet wurde und die wohl die meiste Arbeitszeit in Anspruch nahm. Die Kirche, eine Kutsche mit Erntepaar in siebenbürgischer Tracht, ist auf der Vorderseite zu sehen. Die Rückseite schmückt der Turm der Erinnerung mit einer Szene vom Kronenfest.

Enni Janesch ließ das Fest, das unter Schirmherrschaft von Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales NRW stand, noch einmal Revue passieren. Sie übermittelte Grüße des Landesvorsitzenden, Reiner Lehni, der zu den gelungenen Jubiläumsveranstaltungen gratulierte. Evangelischer Kindergarten, Frauenverein, Honterus-Chor und Altenheim, die ebenfalls 50 Jahre alt wurden, feierten ihr Fest separat. Das Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe führte gemeinsam mit den Vereinigten Siebenbürgischen Blaskapellen ein Konzert im Festzelt durch, das von rund 200 Musikern gestaltet wurde. Zum Abschluss des Jubiläumjahres lädt das Blasorchester für den 12. November zum Herbstkonzert ein. Motto: „Giganten der Blasmusik“. Dank und Anerkennung gab es von Janesch für Christa Brandsch-Böhm und Anita Gutt, die zum Jubiläum eine neue Tanzgruppe ins Leben gerufen haben, die „hoffentlich bestehen bleibt“.

Das Jahr 2016, war bereits ein sehr ereignisreiches: Ende Juli waren Hofbräu-Band und Dance Group aus Kitchener/Kanada für drei Tage zu Besuch in Drabenderhöhe. Blasorchester, Honterus-Chor und Tanzgruppe nahmen Ende August am Festumzug „70 Jahre NRW“ in Düsseldorf teil. Im September fand im Bielsteiner Burghaus die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen der Stadt Bistritz und Wiehl statt, der 2015 schon in Bistritz unterzeichnet wurde.

Etwas ruhiger war es in 2015, so Enni Janesch, die unter anderem kurz an die „Aktion saubere Landschaft“ mit dem Heimatverein erinnerte sowie an das Entedankfest mit Cindy und Markus Groß als Erntepaar. Gut besucht sind immer wieder Veranstaltungen wie „Lebendige Osterbräuche“ oder vor Weihnachten die Brauchtumsveranstaltung „Puer natus – Ein Kind ist uns geboren“. Die Kreisgruppe engagiert sich außerdem für die Weihnachtsbeleuchtung, für die noch während der Versammlung 200 Euro gespendet wurden sowie die Erneuerung der Straßenschilder. Janesch dankte den Helfern, die Spenden für die Beleuchtung sammeln (ohne geht es nicht) sowie das Aufhängen und Abnehmen der Sterne übernehmen.

Sorgen bereitet der Kreisvorsitzenden der Mitgliederschwund. „Die Jüngeren machen zwar mit, sind aber nicht bereit Mitglieder zu werden.“ Gleichzeitig drückte Janesch ihre Freude darüber aus, dass zu den Veranstaltungen immer „noch viele Besucher kommen“. „Aber wir brauchen Mitglieder, damit wir unsere siebenbürgische Kultur und unser Brauchtum auch weiter erhalten können.“

Gerda Gusbeth warb für den Honterus-Chor um neue Mitglieder und lud für den 18./19. November zum Kathreinerball mit Theaterstück ein. Am 18. Dezember findet in der Kirche das Weihnachtskonzert statt. Ulrike Horwath, Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins, kündigte für das erste Adventwochenende den Weihnachtsmarkt im Park des Altenheims an, dankte Blasorchester und Honterus-Chor für deren Einsatz bei den Veranstaltungen im Altenheim. Ein „ganz besonderes Dankeschön“ ging unter anderem an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die „immer da sind“, beispielsweise bei der Essensausgabe helfen. Der Frauenverein mit seiner Vorsitzenden Adelheid Scheip lädt für den 10. November zu einem Bastelabend und für den 8. Dezember zur Weihnachtsfeier ein. Michael Dörner wurde eine ausgezeichnete Kassenführung bescheinigt, so dass dem Vorstand Entlastung erteilt wurde.

In 2017 ist NRW wieder Mitgestalter des Heimattages zu Pfingsten in Dinkelsbühl. Blasorchester, Honterus-Chor, Heimatwerk und Volkstanzgruppe werden das Programm mitgestalten.

Für nach Russland deportierte Männer und Frauen gebe es von der Bundesregierung eine einmalige Entschädigung (auch für deren Erben). Anträge hierfür sind bei Enni Janesch zu erhalten.

Günther Melzer zeigte von der großen Jubiläumsveranstaltung abschließend einen wunderschönen Videofilm (siehe oben), für den er viel Beifall erhielt.

Ursula Schenker

Kinderbibelwoche 2016

Der Verbrauch von 60 Fladenbroten, 240 Milchbrötchen, 76 Liter Saft, 60 Liter Mineralwasser, 20 kg Äpfel, 3,5 kg Trauben, 9 kg Käse und 35 kg Fleischwurst beschreiben die Kinderbibelwoche der Ev. Jugend Drabenderhöhe in groben Zügen.

In jahrelanger Tradition fand die diesjährige Kinderbibelwoche statt. So ertönten die bekannten KiBiWo-Hits im großen Saal und auf der Bühne gab es jeden Tag ein kleines Theaterstück zu sehen. Ein reges buntes Treiben fand vier Tage lang im Drabenderhöher Gemeindehaus statt und viele Kinder konnten mit den Mitarbeitern den Propheten Jona sowie seine eindrückliche Geschichte kennenlernen.

Auf der Reise mit ihm nach Ninive, konnten die Kinder so einige große und kleine Abenteuer erleben. Es wurde in allen Räumen gesungen, gespielt, gebastelt, gewerkt und natürlich viel erzählt. Besonders über das Beten wurde in den Gruppen viel geredet und nachgedacht. Gemeinsam wurde so auch überlegt, wie man auch auf andere Weise mit Gott in Kontakt treten könnte. Eindrücklich waren die Gedanken, Fragen und Bitten der Kinder hierzu. Diese wurden mit kleinen Postkarten mit Hilfe von Luftballons, während des Abschlussgottesdienstes, direkt in den Himmel geschickt.

Auch die diesjährige KiBiWo war wieder geprägt von vielen gemeinsamen Erlebnissen, strahlenden und neugierigen Kinderaugen und freudigem Lachen.

Sport, Spaß und Sonnenschein beim Reit- und Springturnier in Drabenderhöhe

Das jährliche Turnier des 1. Reit- und Fahrvereins Wiehl e.V. fand vom 23. bis 25. September bei schönstem Spätsommerwetter mit insgesamt 344 Nennungen und Starts statt.

Die Teilnehmer und zahlreiche Besucher haben bei strahlendem Sonnenschein gemütliche und spannende Stunden auf der Reitanlage der Pferdepension Scheidt verbracht. Viele helfende Hände sorgten dafür, dass es den Reitern und Zuschauern an nichts fehlte.

Das Turnier startete am Freitag mit den Dressurprüfungen der Klasse L. Hier belegten Judith Knoch vom RV Pferdefreunde Öttershagen e.V. und Silvia Peitgen vom Reitstall Peitgen e.V. die ersten Plätze.

Am Samstag konnten die Springreiter bei strahlendem Sonnenschein beweisen, was in ihnen steckt. Den Springreiter-Wettbewerb gewann Dorina Dreisbach, das Stilspringen konnte Lena Faulenbach vom RF Malzhagen e.V. für sich entscheiden und beim Standard-Springwettbewerb sowie dem Zwei-Phasen-Springen ging Eshter Knoch vom RV Pferdefreunde Öttershagen e.V. als Siegerin vom Platz.

Beim beliebten „Jump & Run“-Wettbewerb stand der Spaß im Vordergrund. Die Teams, bestehend aus einem Reiter und einem Läufer, die mehrere Sprünge in Bestzeit bezwingen mußten, wurden von den zahlreichen Zuschauern großartig unterstützt und angefeuert. Hier gewann Lea Patzwald mit Esther Knoch vom RV Pferdefreunde Öttershagen e.V.

Der Sonntagmorgen begann mit den Dressurprüfungen der Klasse E und A, die von Lara Patricia Koert vom Zucht- und RV Baldenberg, Vivian Junker vom ReitSC Bergisches Land, Kerstin Pütz vom RFV Fanal Neunkirchen-Seelscheid und Julia Burger vom RFV Overath gewonnen wurden. Ab mittags konnten die jüngsten Teilnehmer im Reiterwettbewerb zeigen, wie gut sie bei den Grundgangarten Schritt/Trab/Galopp im Sattel sitzen. Hier gingen Mia Sophie Klein vom Reitstall Peitgen, Friederike Flohr vom ReitSC Bergisches Land, Alina Wahlen, Anissa Hmamouchi und Johanna Alina Manz vom RV Homburger Land als Sieger vom Platz. Beim Dressurwettbewerb siegte Frederike Flohr vom ReitSC Bergisches Land.

Das Turnier endete mit dem Mannschaftsdressurwettbewerb, an dem 8 Mannschaften um den besten Gesamteindruck kämpften. Hier konnten Enola Blümel, Dagmar Müller, Jessica Müller und Carina Pütz vom 1. RuFV Wiehl e.V. den Sieg erringen.

Alle Ergebnislisten finden Sie auf der Homepage www.reitverein-wiehl.de.

50 Jahre Honterus-Chor Drabenderhöhe

Gemeinsam und ausführlich gefeiert hatten die Jubilare in der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung Drabenderhöhe ihr 50-jähriges Jubiläum schon im Juni. Nun hatte der Honterus-Chor zu einer Feier seines 50-jährigen Bestehens im kleineren Rahmen ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. So konnte die Vorsitzende des Chores, Anneliese Hüll, die Sängerinnen und Sänger des Chores, deren Ehepartner, einige Gründungsmitglieder, passive Mitglieder und mehrere Gäste begrüßen. Darunter eine Delegation des Stephan-Ludwig-Roth-Chores aus Setterich. Seit der Gründung des Drabenderhöher Chores, der Settericher Chor wurde schon 1954 gegründet, bestehen zwischen den beiden Chören enge und freundschaftliche Verbindungen.


Der Honterus-Chor im Jahr 2016 – Foto: Andreas Melzer

Unter der Leitung von Regine Melzer hieß der Chor die Gäste mit den Liedern „Mit freudigem Gesang, „Dies ist ein großer Tag“, und „Bromerchen“ musikalisch willkommen. Grüße von der Stadt Wiehl überbrachte der stellvertretende Bürgermeister, Wilfried Bast.

„Vor 50 Jahren war es eine Selbstverständlichkeit, dass auch ein Chor gegründet wurde, der Honterus-Chor. Nach dem Verständnis der Siebenbürger-Sachsen – jedenfalls war das vor 50 Jahren so und hat sich bis heute nicht geändert, gehört zu einer Heimat, damals der neuen Heimat, neben notwendiger Integration, herzlicher Offenheit, gelebter Tradition, vielfältigem sozialen Engagement, festem Glauben, fröhlichen Feiern mit Musik, Tanz und Gesang, ein Chor ganz einfach dazu. Es ist ihnen von Beginn ihres Bestehens bis heute gelungen, das Miteinander mit zu gestalten und den Ort Drabenderhöhe in seinen vielfältigen Facetten mit zu prägen. So ist aus dem, was vor 50 Jahren entstanden ist, ein integraler Bestandteil unseres Gemeinwesens geworden, ohne den wir nicht nur hier in Drabenderhöhe, sondern in ganz Wiehl weniger bunt, weniger attraktiv, ja einfach ärmer wären.“

Weiter gratulierten der Vorsitzende des Chorverbandes Oberberg, Friedrich Steinberg, der Vorsitzende des MGV, Ulrich Frommelt, die stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Hanna Jung-Boldan, die Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins, Uli Horwath und Christian Tschaki, der stellvertretende Vorsitzende des Blasorchesters Siebenbürgen-Drabenderhöhe. Georg Amser las die Grüße der Vorsitzenden der Ostdeutschen Chormusik NRW, Frau Eva Kniephof, vor. Für den Vorstand der Kreisgruppe Drabenderhöhe wünschte die Vorsitzende, Enni Janesch, dem Chor alles Gute und bedankte sich für das vielfältige Engagement in den vergangenen 50 Jahren.

Anschließend ließen Enni und Harald Janesch die Geschichte des Chores in einer PowerPoint Präsentation Revue passieren. Schon 1965 kamen die ersten Sängerinnen und Sänger zusammen, um unter der Leitung des Lehrers Michael Weber Lieder in siebenbürgisch-sächsischer Mundart zu singen. 1966 erfolgte dann ein vereinsmäßiger Aufbau. Als Namensgeber wurde der über die Grenzen Siebenbürgens hinaus bekannte Humanist und Reformator der Siebenbürger Sachsen, Johannes Honterus (1489 – 1549) aus Kronstadt gewählt. Zum Repertoire des Chores gehörten jetzt nicht mehr nur Mundartlieder, sondern auch weltliches und kirchliches Liedgut. Der erste Vorsitzende war Gerhardt Albrich (1966 – 1969). Es folgten Dr. Arnold Dernerth (1969 – 1972), Eduard Dürr (1972 – 1982), Günther Schuller (1982 – 2010) und seit 2010 ist Anneliese Hüll die Vorsitzende des Chores. Dirigenten des Chores waren: Heidrun Niedtfeld (1966 – 1981, 1988 – 1992), Michael Tausch (1982 – 1988), Gregor Sauer (1993), Horst Niedtfeld (1994 – 2003) und seit März 2003 ist Regine Melzer die Leiterin.


Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft: Edeltraut Kloos (30 Jahre), Hermine und Georg Amser, Hermann Schapper (15), Edda Jung (20), Hans Klein (25), Enni und Harry Janesch (45)

Der Chor bewältigt ein reichhaltiges und vielfältiges Programm. Zu den traditionellen, jährlichen Veranstaltungen gehören das Frühjahrskonzert mit dem Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe, die musikalische Mitgestaltung eines Konfirmationsgottesdienstes, der Katharinenball im November, „Puer natus“ weihnachtliches Brauchtum aus Siebenbürgen im Robert-Gassner-Hof und seit 1967 ein Konzert mit vorweihnachtlicher Musik in der evangelischen Kirche. Dazu kommen Auftritte bei Veranstaltungen der Kreisgruppe Drabenderhöhe und des Adele-Zay-Vereins, sowie des Verbandes der Siebenbürger Sachsen im Land NRW und auf Bundesebene z.B. bei den Heimattagen zu Pfingsten in Dinkelsbühl.

Ständchen zu Geburtstagen und bei Familienfesten und Singen bei Trauerfeiern gehören zu den oft spontanen Auftritten. Eine Besonderheit des Honterus-Chores ist die choreigene Theatergruppe. Seit 1972 wird jährlich anlässlich des Katharinenballs ein Theaterstück in sächsischer Mundart aufgeführt.

Jährlich unternimmt der Chor mehrtägige Fahrten. Durch die Besuche und Fahrten in Deutschland und in den Nachbarländern wurden viele Verbindungen geknüpft und Freunde gewonnen. Das Kennenlernen neuer Landschaften und viele nette Begebenheiten prägen die von den Mitgliedern beliebten Fahrten.

Eine 10-tägige Fahrt führte 1984 zu den Landsleuten in Österreich, im Oktober 2004 ging es für eine Woche nach Rom und 2008 unternahm der Chor eine zehntägige Reise durch Siebenbürgen.

Der Chor ist Mitglied im ChorVerband Oberberg, dem Verband Ostdeutscher Chormusik NRW und gehört zu den acht musizierenden Vereinen in Drabenderhöhe. Während der 50 Jahre seit seines Bestehens ist es ihm gelungen, neben dem „Neuen“ das aus Siebenbürgen mitgebrachte Kulturgut zu pflegen und zu erhalten. Er ist als siebenbürgischer Chor anerkannt und hat gute Verbindungen zu den Chören des Dorfes, weil „Musik verbindet und die Vereine zusammenstehen“ so Uli Frommelt in seinem Grußwort bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum. Mit „Freude am Leben“ bedankte sich der Chor für langjährige Mitgliedschaft bei Hermine und Georg Amser, Hermann Schapper (15 Jahre), Edda Jung (20), Hans Klein (25) Edeltraut Kloos (30) und Enni und Harald Janesch (45).

Der Geschäftsführer des ChorVerbandes Oberberg, Franz Klünenberg überreichte der Vorsitzenden Anneliese Hüll eine Anerkennungsurkunde zum 50-jährigen Jubiläum. Gemeinsam mit dem Publikum erklangen die Lieder „Wahre Freundschaft“ und „Af deser Ierd“. Zum Schluss gratulierte der ehemaliger Vorsitzende des Adele-Zay-Vereins, Pfarrer i. R. Kurt Franchy, im Namen der inaktiven Mitglieder und wünschte der Chorgemeinschaft auch in Zukunft viel Erfolg und ein langes Weiterbestehen.